Nikolaus besuchte Kinder in Oberviehbach

Viel Gutes wusste der Hl. Nikolaus über die Kinder zu berichten. Zum Abschluss erhielt jedes Kind einen Schokoladenikolaus.

Text: Josefine Retzer, Bild: Gabi Hollmayer

Feier Ehejubiläum

Am 11. Oktober trafen sich sieben Ehepaare in der Pfarrkirche Niederviehbach um mit Pater Adam Salomon und einigen Kirchgängern einen besonderen Gottesdienst zu feiern. Der Anlass dazu waren die verschiedenen Ehejubiläen der Paare. Die Heilige Messe am Samstag wurde mit stimmungsvollen Liedern umrahmt, die Roswitha Steiger und Simon Jakobczyk sangen. Begleitet wurden sie dazu auf der Orgel von Centa Eisenreich.

Besinnliche Texte erinnerten an den Anlass der Feier, so die verschiedenen Bilder, was Liebe im Alltag sein kann: Ein Licht, ohne einander zu blenden, einander nahe sein, ohne einander zu besitzen, Wärme geben, ohne einander zu ersticken, Feuer sein, ohne einander zu verbrennen, viel voneinander zu halten, ohne einander festzuhalten. Ebenso wollten die Texte „Licht sein, füreinander..“ zum Nachdenken anregen. Das Evangelium erzählte von den zehn Aussätzigen, die geheilt wurden, aber nur einer kam zurück um sich zu bedanken. Dieses Ereignis griff Pater Adam in seiner Predigt auf, es werde oft vergessen, sich zu bedanken. Das Zusammenleben sei nicht immer einfach, es wäre oft mehr Geduld und Offenheit gefragt. Verständnis für die Schwachheit und Fehler der anderen sei von Nöten. Im Anschluss erneuerten die Jubelpaare ihr Eheversprechen und der Priester sprach ein Segensgebet, indem er Gott dankte für alle Menschen, die eine Ehe begleiten, für die Bekanntschaften und Freundschaften und das gemeinsame Unterwegssein, und für das Glück, das uns Gott durch die Liebe eröffnet. Nun erbat er Gott erneut um den Segen für die Eheleute. Nach dem Danklied wurde jedem Paar ein Geschenk der Pfarrgemeinde überreicht.

Ein Sektempfang im Anschluss war der Auftakt zur weltlichen Feier. Und bei einem gemeinsamen Abendessen in Hüttenkofen klang der Abend aus.

Bild Peter Dausend, Text Finni Retzer

Ein Ton in Gottes Melodie

Sternsinger Niederviehbach

 Im Bereich Niederviehbach waren zu Anfang des Jahres mehrere Gruppen von Sternsingern anzutreffen, die in Begleitung von Erwachsenen von Haus zu Haus zogen und singend um Spenden für Kinder in ärmeren Ländern baten. Auch in Oberviehbach ließen sich vier Gruppen am Dreikönigstag von Pater Adam aussenden und besuchten die Dorfbewohner und die Leute der näheren Umgebung, wo man sich über ihren Besuch freute. Zu Beginn der Gottesdienste zogen die bunt gekleideten Könige jeweils mit Pater Adam feierlich in die Kirche ein. Sie lasen die Fürbitten und ihre Begleiter trugen die Kommunionmeditation vor. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde traditionell das Lied „Am Himme, da zoagt se a hellichter Stern…“ gesungen,  das wahrscheinlich einige Eltern der Sternsinger noch von ihrer Kindheit her im Gedächtnis haben. 

Jedes Jahr wird bei der Aktion „Dreikönigssingen“ des Kinderhilfswerks ein Thema speziell hervorgehoben, für das sich die Hilfsorganisation einsetzt.  In diesem Jahr lautet es:“ Erhebt eure Stimme – Sternsingen für Kinderrechte.“  Kinder haben ein Recht auf Bildung, auf Gesundheit, auf Spielen, auf ein sicheres Zuhause, um einige der Rechte zu nennen. Die Kinder hier bei uns müssen für diese Rechte nicht kämpfen. Doch mit dem Sammeln der Spenden in den letzten Tagen, tragen sie ihren Teil dazu bei, dass es Kindern in anderen Teilen der Welt ein kleines Stück besser geht. Man könnte meinen, unsere in Niederviehbach und Oberviehbach gesammelten Spenden sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch tatsächlich sind sie Teil von über 40 Millionen Euro, die bundesweit beim Dreikönigssingen gesammelt werden – und damit kann viel Gutes angepackt werden. Liebe Sternsinger, Ihr habt den Segen Gottes zu den Menschen gebracht, euer Stern ist ein Zeichen der Hoffnung und Euer Engagement wird ein Segen sein für Kinder weltweit.

Text: Finni Retzer/Gabi Hollmayer

Foto: Katharina Czoppik

Pater Paul als neuer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft installiert

Am 6. Oktober fand die feierliche Installation von Pater Paul Kusiak durch Dekan Jürgen Eckl in der Pfarrkirche in Loiching statt. Viele Gläubige nahmen am Gottesdienst teil. Für die Umrahmung des Gottesdienstes formierte sich ein Chor aus Loichinger und Niederviehbacher Sängern. Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim fanden sich eine Menge Leute der Pfarrfamilien Loiching, Niederviehbach und Wendelskirchen ein.

Text: Finni Retzer

Foto: Peter Dausend

St. Anna Kapelle

                      St. Anna Kapelle

(Zusammengestellt von Johann Girnghuber, ehem.  Kirchenpfleger aus Unterlagen Pfarr- und Klosterarchiv Nvb)

 

Hierbei handelt es sich möglicherweise um die ehemalige Schlosskapelle im nördlichen Erdgeschoß des Pfarrhofes. In alten Aufzeichnungen wird von der St. Anna und auch von der St. Magdalenen Kapelle gesprochen.

 

Auf einer Tafel überzogen mit Pergament mit silberner Rahmung steht die Geschichte dieser Kapelle geschrieben. Da die Lesbarkeit der Schrift durch Feuchtigkeitseinwirkung stark gelitten hat, veranlasste die Kirchenverwaltung Niederviehbach 1998 durch den Kirchenmaler Hr. Preisinger aus Roding eine Renovierung. Die Wieder-Anbringung in der heutigen St. Anna Kapelle ist vorgesehen.

                         Anno Domini 1233

                         Ist diese Capelle geweicht worden von dem Ehrwürdigen

                         Herrn und Vatter Herrn Conrathen, Bischof zu Regensburg zu

                          den Ehren der Heiligen Frauen Sanct Anna und Sanct

                          Maria Magdalena: und den Kürchtag soll man Begehen

                         den Sontag nach Michaelistag. 

 

– Obvermelte Capellen ist zum Andern verneuert

                             worden als man zahlt Anno 1551

                           – zum Dritten mal Anno 1602

                           – und zum Vierten mal Anno 1767

                           – Deren Reliquien hierinnen Verschlossen als volgt:

  1. Maria Magalena S. Achatii
  2. Valentinus S. Bartolomaei Ap
  3. Laurentius S. Margaretha
  4. Vinantius S. Agnetius Virg.
  5. Cunigundis S. Barbara
  6. Nicolai Ep S. Anna

 

Die Reliquien verpackt in einem Zinnkästchen aus der Vertiefung in der Altarmitte, wurden bei der letzten Renovierung 1979 durch Pfarrer Thomys entnommen und befanden sich in kirchlicher Verwahrung. Ein Zurückversetzen mit Neueinweihung des Altares wurden von Hr. Pfarrer Brunner, mit Erlaubnis des Bischofes, durchgeführt.

Die oben aufgeführte Beschreibung weist eine Ungereimtheit auf, da Bischof Konrad von 1204 bis 1227 dem Bistum vorstand und 1233 nicht mehr lebte.

Hierbei könnte es sich um einen Abschreibefehler handeln, indem 1223 mit 1233 vertauscht wurde.

Konrad der IV war der letzte Graf von Teisbach und der letzte Gaugraf von Frontenhausen. Da Teisbach seine Heimat war, dürfte er sich des Öfteren hier in unserer Gegend aufgehalten haben. Ein solcher Aufenthalt könnte zur Weihe der Schloßkapelle genutzt worden sein.

Zu dieser Zeit hatte Berengar I (1210-1231) Niederviehbach als Lehen, welches über die Mutter Berta v. Altendorf (Tochter des Gebhart von Sulzbach) in den Besitz der Leonsberger kam.

Der Vater Heinrich II von Altendorf war nämlich in 1. Ehe mit Hildegard von Moosbach verheiratet, deren Familie Viehbach (Niederviehbach) bestehend aus 1 Hof und 2 Huben mit 7 Weingärten als königliches Lehen hatte.

Ursprünglich dürfte die St. Anna Kapelle in romanischem Stil ausgestattet und eine St. Anna Figur mit dem Jesuskind der Mittelpunkt gewesen sein. Die Grundfeste weisen mit den Nagelfluhquadern romanischen Ursprung auf.

Im Jahre 1912 wurde in Lichtensee im alten Gasthaus Völkl (heute Wohnhaus der Familie Kutzer) eine alte romanische Statue der Hl. Mutter Anna mit dem Jesuskind aufgefunden und nach Dingolfing gebracht. Der Kunstsammler Hr. Hochw. Pfarrer Sebastian Paintner von Oberviehbach kaufte diese Figur um 100 Mark für seine Altertumssammlung (auch die Isar Post – Zeitung berichtete davon).

Diese Sammlung wurde nach dem Tod des Pfarrers dem Diözesanmuseum in Regensburg vererbt und bildete den Grundstock für das Diözesanmuseum Regensburg.

Nach vielfältigen Recherchen im Diözesan-Depot der Diözese, konnte diese Figur aufgespürt werden und hat im Original nachfolgendes Erscheinungsbild. Aufgrund ihres Alters wurde diese alte Plastik entsprechend untergebracht.

Die 2. Renovierung der Kapelle von 1551 wurde unter der Priorin Helena Schützin durchgeführt und wurde wahrscheinlich zusammen mit dem Umbau des heutigen Pfarrhofes vorgenommen. Die Holzdecke und die Türrahmen im Erdgeschoß belegen durch Schnitzereien der Jahreszahlen diese Vermutung.

Die 3. Renovierung 1602 fällt in die Zeit der Priorin Maria Wißlspergerin eine Tochter des Kammerbauernhof-Besitzers in Oberviehbach Mathias Wißlsperger, der 1590 geadelt wurde.

Das barocke Altärchen aus rotem Marmor ist mit einem 1,27 m hohen und 0,99 m breitem Altarblatt, Ölmalerei auf Hartholz (event. Eiche) geschmückt. Das Bild stellt die Mutter Gottes mit dem Jesuskinde dar. Die Hl. Anna wendet sich dem Jesuskinde zu. Rechts daneben steht die Hl. Magdalena mit dem Salbungsgefäß in den Händen. Auf der linken Seite steht der Hl. Augustinus im bischöflichen Ornate (Gewand). Über den Personen thronend Gott Vater.Dieses Gemälde wird auf das Jahr 1650 datiert. (Altarbild auf Holz gemalt)

Im Jahre 1767 wurde diese Kapelle zum 4. Male renoviert. Hierbei dürfte die Kapelle barock in die heutige Form umgestaltet worden sein. Sie weist eine barocke Wölbung mit 2 barockisierten schmalen Fensterchen gegen Osten auf. Auf der linken Seite finden wir noch eine barocke silberne Ampel, die das „Ewige Licht“ aufnahm.

Eine 5. Renovierung erfolgte 1908 unter Pfarrer Allkofer. Für die Restaurierung des Bildes wurden 200 Mark und für die Renovierung der Kapelle 615 Mark vom königlichen Ministerium bewilligt.

Unter Pfarrer Thomys wurde 1979 die St. Anna Kapelle ein weiteres mal renoviert und umgestaltet. Das barocke Gewölbe wurde mit einer „passenden“ hölzernen Kassettendecke überdeckt. Rechts neben dem Altärchen wurde ein hölzerner Schutzengel (Brustdarstellung), der früher außen über dem Kircheneingang hing, angebracht. Ein spätgotisches lebensgroßes Kruzifix des frühen 16. Jahrhunderts, welches lange Zeit im Friedhof vor der Kirche stand, am Lendentuch beschädigt, teilweise die farbige Fassung noch erkennbar, starke Holzwurmschäden in der Nackengegend, wurde an der Nordwand der Kapelle angebracht.

Eine ca. 4 m tiefe Grabung mit Einbringung eines Betonankers in der Kapellenmitte wurde bei der Renovierung durch das Denkmalschutzamt bzw. Landbauamt durchgeführt. Die Notwendigkeit dieser Unterfangung des Fundamentes zeigt das Abrutschen des Pfarrhofes gegen Osten.

Das Kruzifix wurde wegen des starken Holzwurmbefalles 1995 in der Filialkirche zu Dengkofen (Gem. Mengkofen) mit noch anderen kirchlichen Gegenständen unter Pfarrer Konrad Kelbl begast. Weiterhin wurden noch 12 gemalte Bilder der Apostel aufgehängt, die vermutlich zugeschnitten wurden und auf Pressspanplatten geklebt, da kein Malrand ersichtlich ist.  

Die Pflasterung aus Sonthofer Marmorplatten, die m.E. ein früheres Ziegelpflaster ersetzt, weist links vor dem Altar eine Besonderheit auf. Auf einer Platte ist ein noch unbestimmtes Wappen eingemeißelt, welches noch einer näheren Bestimmung bedarf.

 

Anmerkung: Nach dem neuesten Forschungsstand kann mit der alten Bezeichnung St. Anna-Kapelle bzw. „Capelle“ in früheren Urkunden auch eine Vorgängerkirche, die den heutigen Chorraum umfasst, gemeint sein, bzw. die identisch mit der „alten Sakristei ist, deren Bausubstanz wesentlich älter ist und einen direkten Zugang vom Kreuzgang besitzt.

 

Älteste Bausubstanz aus Kalksandstein

Requisitenkammer bzw. Alte Sakristei aus dem Isar-Flussbett bzw. Isarhangleite

Aufgrund der Bauforschung während der Kirchenrenovierung wurde festgestellt, dass die älteste Bausubstanz in der „Alten Sakristei“, die auch in alten Plänen mit „Requisitenkammer mit „Einsetz“ bezeichnet wird zu finden ist. Das ca. 40 cm dicke Mauerwerk besteht aus Kalksandsteinen, welche im alten Isar-Flussbett zu finden sind. Auch die Abmessungen dieses Raumes lassen auf eine ursprüngliche Nutzung als Kapelle schließen. Die Seitenwände sind spärlich mit Rankenwerk mittels Rötelfarbe geschmückt. Man vermutet auch an dieser Stelle ein vorgeschichtliches geistiges Zentrum. Dies verstärkt auch die anliegenden Bestattungen, von denen ein Kastengrab mit einer Familienbestattung sehr großer Menschen hervorsticht. Eine Untersuchung durch den Kreisarchäologen Hr. Dr. Kreiner ergab das Jahr um 800 n. Chr.

Eine spätere Verlegung bzw. Neubau dieser Kapelle im Innenraum des heutigen Presbyteriums (Chorraum der Pfarrkirche) kann nicht ausgeschlossen werden, da sich hier auch unter dem Hochaltar die Stiftergruft des Grafen Berengar und seiner Gemahlin Agnes v. Pflug befindet.

Weiter konnte festgestellt werden, dass die Bausubstanz der heutigen St. Anna-Kapelle ein späteres Datum aufweist und mit dem Mauerwerk des „alten Jagschlosses“ und auch nicht mit dem im 15.Jh. errichteten Kloster (heutiger Pfarrhof) direkt verbunden war. Ein Anbau im 14. Jh. wäre denkbar, da hier die heutige Pfarrkirche mit dem Kloster in einer niedrigeren Bauweise errichtet wurde. Das Dach der heutigen Pfarrkirche weist aufgrund dentografischer Untersuchungen Jahreszahlen um 1490 auf.  Diese Kapelle ist in den bestehenden alten Kreuzgang eingebaut, der aufgrund der aufgefundenen Ausmalungen auf das 15. Jh datiert werden kann.

 

Ursprüngliche St. Anna Kapelle, vermutlich neben Kirchenchor (blau schraffiert)

 

Quellennachweise: Unterlagen aus Pfarrarchiv, Klostergeschichte und Privatarchiv Girnghuber

Aktuelles Foto „St. Anna mit Kind“ aus Diözesan-Depot Rgb

 

Erstellt: Johann Girnghuber

Stand 01.11.2022

 

Teilnahme am Gedenkturnier in Wendelskirchen

Der Frauenbund Niederviehbach beteiligt sich auch gerne und mit großem Erfolg an nicht-kirchlichen Veranstaltung außerhalb der Gemeinde.